Wie geht es nun weiter mit der Kür eines neuen Mitglieds des Schulrates, nachdem heute Markus Eigenmann zwar am meisten Stimmen erhalten, das absolute Mehr aber leider um vier Stimmen verfehlt hat?
In den nächsten acht Tagen müssen allfällige Kandidaturen der Gemeinde vorgelegt werden. Falls sich mehr als ein Kandidat meldet, gibt es Nachwahlen, bei denen dann das relative Mehr zählen wird.
Nun interessiert: Wer wird sich denn da melden? Bei Markus Eigenmann ist die Sache klar. Er hat am meisten Stimmen erhalten und ist nach wie vor „heiss“ auf die Mitarbeit im Schulrat. Deshalb wird er selbstverständlich auch wieder in einem allfälligen zweiten Wahlgang antreten. So jedenfalls ist die Verlautbarung auf der Website der FDP zu interpretieren. Zudem wurden bereits heute Nachmittag im Rössli die Formalitäten für die Einreichung der Kandidatur erledigt.
Die Frischluft sendet weniger klare Signale aus. Sie bezeichnet das Resultat ihrer unterlegenen Kandidatin zwar als grandios, lässt aber das weitere Vorgehen einigermassen offen, indem sie lediglich sehr sachlich erläutert, dass niemand das absolute Mehr erreicht hat und es deshalb zu einem zweiten Wahlgang kommen wird. Das tönt nicht gerade nach einem überzeugten Antreten und lässt auch die Möglichkeit offen, sich nun zurückzuziehen. Denn der zweite Wahlgang kann ja auch als stille Wahl abgewickelt werden.
Wünschbar wäre das auf jeden Fall. Die Frischluft sollte sich mit einem guten, aber trotzdem halt nur zweitbesten Resultat aus dem Rennen verabschieden und damit den Arlesheimerinnen und Arlesheimern einen weiteren Urnengang ersparen. Dabei wäre auch ein Hinweis auf das für die Frischluft offenbar so wichtige Konsensprinzip angezeigt, das die Vertretung aller politischen Strömungen – und damit auch der FDP - im Schulrat erfordet.



