Könnte, würde, wäre…

23 Okt

Seit heute können wir nun also schwarz auf weiss nachlesen, warum die Schulruine G2 gerade jetzt husch-husch für knapp neun Millionen saniert werden soll. Nach mehrmaligem Durchackern der Erläuterungen zum Kreditantrag sind nur zwei Dinge klar: Erstens: Das Schulhaus ist in einem lausigen Zustand. Zweitens: Die Sanierungskosten betragen auf den Franken genau CHF 8’798’600.–. Der Rest ist unklar. Vor allem der nicht ganz unwichtige Aspekt der zukünftigen Nutzung. Da müssen wir uns mit einer Auswahlsendung von Hypothesen begnügen: Es könnte sein, dass die Demografie in Zukunft 14 (Vierzehn!) zusätzliche Primarschüler aufs Gerenmatt spülen wird. Es könnte aber auch sein, dass eine allfällige Vereinheitlichung der Schulsysteme ein sechstes Primarschuljahr bringen wird. Es könnte weiter sein, dass die Sekundarschule ausziehen muss und stattdessen vielleicht Teile der Verwaltung, der Schulrat, Elemente der Tagesbetreuung oder ein Kindergarten einziehen werden. Könnte, würde, wäre – vielleicht aber auch nicht oder ganz anders. Eine denkbar schlechte Ausgangslage für eine neun Millionen-Investition!

5 Antworten zu “Könnte, würde, wäre…”

  1. draig (anonym) 1. Januar 1970 um 00:00 #

    ich, ein „alter“ arlesheimer, der sowohl im g1, g2 und g3 zur schule ging und kinder hat, die im g1 und g2 zur schule gehen/gingen, fragt sich bezüglich des sanierungskredites des g2, ob es durchsetzbar ist, dass ALLE arlesheimer kinder die obligatorische schulpflicht IN arlesheim beginnen und auch IN arlesheim beenden können.
    dass noch der kanton und der bund hierzu seine finger im spiel hat (HARMOS) verunmöglicht fast einen verständlichen fahrplan zu erkennen. was folgt wem? wann kommt was? etc.
    aus diesem grunde, wünsche ich mir, dass zuerst geklärt würde, was wollen wir in sachen bildungspolitik für unser dorf?
    outsourcen oder behalten?
    bin gespannt, was an der gemver. abgeht, da mir eine sanierung des g2 trotzdem unumgänglich scheint.
    draig

  2. Thomas Keller (anonym) 23. Oktober 2008 um 08:30 #

    Die Sanierung der, wie du richtig sagst, „Schulruine“ ist absolut unumgänglich. Nicht nur die mikroklimatischen Bedingungen sind unzumutbar, der Zustand des Gebäudes ist geradezu beängstigend, wenn man den Berichten der SchülerInnen und Lehrer lauscht.
    Wir setzen uns stark für diesen Kredit ein – siehe auch http://www.elternplattform.ch/2008/10/kredit-fur-gerenmatte-g2/.

  3. Baresi (anonym) 23. Oktober 2008 um 11:01 #

    Gibt es oder wird es von der FDP Arlesheim eine Abstimmungsempfehlung geben?

  4. Philippe Anex 23. Oktober 2008 um 16:09 #

    Schade verfolgt der Gemeinderat die Neubau-Variante nicht weiter. Gerade mit dem Blick auf die Ungewissheit, ob das Gebäude in 10 Jahren noch als Schule gebraucht wird, wären da wohl Varianten zur Weiternutzung für andere Zwecke möglich. Den hässlichen Kasten würde in Arlesheim wohl niemand vermissen.

  5. draig (anonym) 24. Oktober 2008 um 14:13 #

    REPLY:
    ist subjektiv. ich habe mich ans aussehen des gebäudes gewöhnt, finde es sogar passend. wichtig scheint mir viel mehr, das innere, die zweckmässigkeit und nachhaltigkeit.

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