Wochengespräch

18 Feb

Es begann ganz harmlos: Eine nette Dame von der BaZ rief an und erkundigte sich, ob ich Lust hätte, ein paar Fragen für das Wochengespräch zu beantworten. Klar, wieso denn nicht, tönt ja noch ganz lustig. Damals konnte ich ja noch nicht wissen, dass die Dame nichts mehr von sich hören lässt und die Fragen von Recherche-Gott Philipp Loser gestellt werden. Ich bin ja mal gespannt, was da alles kommen wird. Das Ergebnis ist ab heute die ganze Woche hindurch in der BaZ zu lesen.

Und falls sich nun tatsächlich jemand die Mühe gemacht hat, die Adresse meines Blogs einzutippen, kommt hier als Belohnung eine Schnellbleiche: Die meist gelesenen Beiträge des letzten Jahres waren: Der Vollidiotenquotient (Rassismus im Wahlkampf), Götti Gemeinderat (ein vituelles Polittheater), die Geschichte des Nähkurses (ein hochbrisantes Politikum) sowie die damit verwandte Kontroverse um das Schappe-Viewing, und natürlich das Arlesheimer Politthema Nr. 1 in 2008: Die Sanierung einer alten Schulruine.

39 Antworten zu “Wochengespräch”

  1. Baresi 16. Februar 2009 um 09:31 #

    Guten Morgen Herr Stuecki. Bin heute Morgen mit dem Tram fast in den Randstein gefahren, 6 von 10, you made my day. :)

  2. stuecki 17. Februar 2009 um 01:11 #

    Das freut mich für Sie. Also gut, vielleicht hätte ich 6.25 sagen sollen.

  3. Glatze 17. Februar 2009 um 06:45 #

    Hätte man mich gefragt, hätte ich Dir eine 9.5 gegeben.
    Würde ich dein Verhalten am Morgen vor dem Spiegel kennen, hättest Du evtl auch ne 10 bekommen :-P

  4. stuecki 17. Februar 2009 um 07:55 #

    Tja, liebe Glatze, wer noch Haare auf dem Kopf hat, braucht am Morgen halt etwas länger ;-)

  5. Pandora 17. Februar 2009 um 07:55 #

    Hört schon auf, was ist schon dabei, ein wenig eitel zu sein, auch wenn im oberen Bereich der Skala. Stücki ist auf eine sympathische Art eitel, die manchmal im politischen Umfeld von Nöten ist um Nachhaltigkeit zu beweisen. Ich kenne Leute, die sind narzistisch auf eine Art und Weise, die die Lust an der Zusammenarbeit im Keime erstickt. Ok, mit einem Narzisten kann man gar nicht zusammen-arbeiten, denn die Profilneurose sagt ihm, dass es nur eine Wahrheit gibt, nämlich die seine, was das arbeiten und auch das zusammen überflüssig macht. Das kann man von Stücki wahrlich nicht behaupten. Genug der Lobhudelei – sind wir gespannt, was wir heute von ihm lesen.

  6. Baresi 17. Februar 2009 um 08:44 #

    Guten Morgen Herr Stuecki. Natürlich auch heute eine kleine Feedbackrunde. Das mit den Facebook-Gruppen haben Sie so gemeint, dass es leider noch keine Stuecki-Gruppe gibt, oder? ;)

  7. stuecki 17. Februar 2009 um 08:46 #

    Soweit reicht die Eitelkeit derzeit noch nicht. Noch nicht…

  8. nighthawk 17. Februar 2009 um 16:05 #

    Au weja, tut das nicht weh? Leider ist es so, dass sich unser Stücki mit seiner Eitelkeit und seinem Strahlemann-Selbstbild fernab aller realistischen und ungeschmikten Frembildern bewegt – auch wenn ihm bei einem Assessment bescheinigt wurde, sein Eintreten in einem Raum würde die Lichtverhältnisse verändern (OMG, müssen die Girls unterbelichtet sein!) … aber eben, mit dem Ziel eines Bundesratssitzes muss man schon früh beginnen, sich in Szene zu setzen. Und da ist unser windelnwechselnder-kinderwagenschiebender-kommunikationsgeiler-wirtschaftsspeckmadiger-Blogger nunmal einsame Spitze.

  9. einbasler 17. Februar 2009 um 18:04 #

    Lieber Nighthawk, das lässt sich doch auch neidlos aussagen! Der Stücki ist gut, na und?

  10. nighthawk 17. Februar 2009 um 20:44 #

    Scho rächt einbasler, bevor wir aber einen weiteren Fehlerlosen à la Ogi oder Blocher in ein wichtiges Amt hieven, soll dieser auch wissen, wann er riskiert, den Boden unter den Füssen zu verlieren.
    Berlusconis hat es schon genug …

  11. einbasler 17. Februar 2009 um 21:42 #

    Jedenfalls wird der Blog immer schöner!

  12. Glatze 18. Februar 2009 um 07:26 #

    Hallo Balz
    wie mir scheint habe ich bei meinem lesen von den Asterix Heften zu wenig Latein mitbekommen. Bei Dir scheint das besser funktioniert zu haben ;-)

  13. Ovid 18. Februar 2009 um 08:45 #

    Herr Dr. Stückelberger, das Gynmasium Münchenstein möchte Ihnen den Ehrenpreis für den besonderen Einsatz einer toten Sprache verleihen. Dass sich ausgerechnet Sie später einmal in Zeitungsinterviews in Latein an das Volk wenden werden, rührt alle damaligen Beobachter zu Tränen.

  14. Baresi 18. Februar 2009 um 09:18 #

    Guten Morgen Herr Stuecki, das haben Sie schön gesagt heute. «Lorem ipsum dolor sit amet.» wie wir Informationsgestalter zu sagen pflegen. Werden Sie die Gewinnerfrage am Freitag auslosen oder wird es sich lohnen, eine Frage zu überlegen?

  15. stuecki 18. Februar 2009 um 10:22 #

    Nur zu! Möge der Beste gewinnen… Stehen Sie auf Brändli?

  16. Direktorin 18. Februar 2009 um 10:39 #

    „Consectetur, sadipisci velit…“ das heutige Statement übertrifft die kühnsten Erwartungen! Ich wusste ja bereits, dass Herr Stücki zu vielem fähig ist, aber auf fliessendes Latein im Alltag war ich doch noch nicht vorbereitet. Wir werden es zu nutzen wissen!

  17. Theo Bernauer 18. Februar 2009 um 10:43 #

    Dann hätte ich doch noch eine Frage an Sie: Was bedeutet Ihnen eigentlich Privatsphäre? Weblog, Facebook & Co., und sogar Ihre Hochzeit war in der Sonntagszeitung ein Thema. Striptease a discretion?
    Nicht böse gemeint, aber würde mich interessiert.
    Beste Grüsse

  18. Baresi 18. Februar 2009 um 10:44 #

    Zum Sitzen draussen Brändli oder Sutter und zum Sitzen drinnen Sutter oder Brändli (In dieser Reihenfolge). Buchmann draussen und drinnen nur zur Not. Um den Bogen zum Anfang der Serie zu machen, das Frühstück ist schon inkl. Ihrer Anwesenheit?

  19. nighthawk 18. Februar 2009 um 13:13 #

    „cum insapientibus furere necesse est …“
    Also ich habe unseren Stücki seinerzeit beim Arbeiten als nicht sonderlich kultur- oder lateinfest erlebt, eher als eifrige und vor allem redselige rechte Hand seines Chefs … sic tempora mutantur!

  20. gebaeude 18. Februar 2009 um 17:19 #

    marcus et claudia rident et gaudent in colloseum. tote sprachen leben länger.

  21. Knubbelog 18. Februar 2009 um 21:12 #

    @all: Stuecki hat(te) schon immer eine messerscharfe Zunge
    @nighthawk: scheinst ein Insider zu sein

    Zum Micro-Blogging BaZ-Beitrag von Stuecki:
    Wer das Internet nutzt, tut dies so oder so auf eigenes Risiko und eigne Verantwortung. Daten die einmal ‘drin’ sind, können also auch (miss) gebraucht werden. Das muss JEDEM Internet-Nutzer bewusst sein.
    Das heute in unserer mediengeilen Welt jede Möglichkeit genutzt werden möchte Profit zu machen, entspricht dem kurfristigen Profitdenken und der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung.
    Ich habe meinen Facebook-Account und werde ihn auch behalten. Die Daten, die dort erfasst sind, können auch über andere Kanäle jederzeit “aufgestöbert” werden. Also, was solls?!

  22. Ritschratsch 19. Februar 2009 um 08:03 #

    Sie sind ein Arsch, aber ein Gutes; wohl das Erste, dem ich einmal meine Stimme geben werde. Sie machen das prima.

  23. nighthawk 19. Februar 2009 um 14:01 #

    @ Knubbelog: gleichfalls ;-)

  24. Pandora 19. Februar 2009 um 21:12 #

    Ich sage nur eines: STÜCKI FOR PRESIDENT.
    Als Wochenfrage würde ich fragen: Werter Herr Stückelberger, auf einer Skala von 1 bis 1o: Betrachten Sie sich als emanzipiert?

  25. Baresi 19. Februar 2009 um 22:48 #

    Spitzenfrage, Herr/Frau Pandora. Ich hoffe, ich darf mich da anschliessen und Fragen, was Sie nicht unter Ihren Hut bekommen, aber gerne würden.

  26. Baresi 19. Februar 2009 um 22:50 #

    Natürlich frage ich Herr Stuecki und dass korrekterweise auch mit einem kleinem f.

  27. stuecki 20. Februar 2009 um 06:44 #

    Ihre Frage habe ich an die BaZ weitergeleitet und beantwortet; ist heute in der Zeitung.

  28. stuecki 20. Februar 2009 um 06:56 #

    „Oft bezeichnet Emanzipation die Befreiung von Gruppen, die aufgrund ihrer Rasse, Ethnizität, Geschlecht, Klassenzugehörigkeit usw. diskriminiert und von politischen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen waren“. In diesem Sinne verstehe ich mich als sehr emanzipiert und betrachte mich in gesellschaftlichen Fragen als sehr offen. In Bezug auf die Emanzipation innerhalb der Rollenaufteilung zwischen Frau und Mann gebe ich mir ebenfalls eine 8. Die „Frauen an den Herd“-Einstellung ist mir sehr fremd. Aufgabenteilung innerhalb der Familie ist selbstverständlich, deshalb arbeite ich auch teilzeit. Dass ich mir keine 10 gebe, liegt ausschliesslich daran, dass ich noch nicht stricke, gerne Bier trinke, Fussball mag und alles rund ums Auto im Verantwortungsbereich des Mannes sehe.

  29. Pandora 20. Februar 2009 um 07:51 #

    @Baresi: Ist ja typisch männlich, dass eine einfache Frage sofort als eigener Schwachpunkt deklariert wird. Aber um auf ihre Frage zurückzukommen; die kann wohl nicht ernst gemeint sein, da sie mich nicht kennen und eine allfällige Antwort meinerseits zu keinem Mehrwert ihrerseits führen würde. Das führt mich zur Vermutung, dass sie Stücki in den Schutz nehmen wollten und das finde ich härzig. Damit ist wohl auch klar, welchem Geschlecht ich angehöre. Wünsche schönen Tag.

  30. stuecki 20. Februar 2009 um 07:56 #

    Auch Spitzenfrage, Herr Baresi. Vieles hat unter meinem Sombrero Platz, aber – es tut weh, Ihnen das zu sagen – meine Jahreskarte für meinen Lieblingsfussballverein habe ich vor zwei Jahren nicht mehr erneuert. Fussballspiele am Sonntagnachmittag sind irgendwie nicht kompatibel mit Familienleben. Ja, ich weiss, ist alles eine Frage der Prioritätensetzung. Früher war ja alles besser, als die Spiele noch am Samstagabend waren.

  31. Pandora 20. Februar 2009 um 08:01 #

    @Stücki: Als ich die Frage gestellt habe, habe ich auch zuerst in Wikipedia nachgelesen :-) . In diesem Sinne war die Frage durchaus ernst gemeint – ihre Anwort hat denselben Ansatz. Was mich immer wieder befremdet ist die Tatsache, dass wenn Männer sich um Kind und Heim kümmern, sie einen wahnsinns Sypathiebonus in der Öffentlichkeit erhalten. Im Gegenzug sind die Frauen immer wieder der Kritik ausgesetzt, wenn sie sich abseits der gewohnten Trampelpfade bewegen. Das zeigt, dass trotz grosser Bemühungen immer noch nicht mit gleichen Ellen gemessen wird und erzeugt unnötigen Reibungsverlust. Verstehen sie mich richtig; ich schätze den Unterschied zwischen den Geschlechtern und finde es grässlich wenn Frauen Fussball lautstark kommentieren oder Männer mehr Schuhe als Frauen als die ihren deklarieren usw. Ich wäre jetzt mal gespannt, wie denn Stückis Frau die Note zwischen 1 und 10 vergeben würde.

  32. Pandora 20. Februar 2009 um 08:04 #

    poah…. 33 Kommentare zu einem Eintrag! Spitzenklasse.

  33. Baresi 20. Februar 2009 um 08:47 #

    In der Tat, Frau Pandora: Missverständnisalarm! Meine Anschlussfrage ging an Herr Stuecki und selbstverständlich nicht an Sie. Habe das mit einem umgehenden zweiten Eintrag zu korrigieren versucht, was nicht funktioniert hat. Ihre Frage finde ich wirklich spitze und es liegt mir wirklich fern, deswegen Schwachpunkte aufdecken zu wollen, von wem auch immer. Und Herr Stuecki in Schutz nehmen geht schon gar nicht. Als Wähler hat man ja den permanenten Auftrag, Politiker kritisch zu hinterfragen ;)

  34. BaslerMeier 20. Februar 2009 um 08:52 #

    Gratulation zur Antwort auf die facebook-Frage. Alles Zauberlehrlinge!

  35. nighthawk 20. Februar 2009 um 11:33 #

    Hört doch bitte mit diesem Emanzipationsgequatsche auf. Emanzipation findet nur in den Köpfen statt. Hand aufs Herz (oder im Schritt): Wir sind alles andere als kopfgesteuert, schon gar nicht das dieswöchige Objekt unserer voyeuristischen Begierde. Jemand der Balthasar Gaudenz heisst (Balthasar von Baal, ein phönizischer Fruchtbarkeitsgott) muss doch zu 100% hormonell gesteuert sein. Ihn dürfte die Emanzipationsfrage wohl nur tangienzial berühren, oder Stücki?. Die Kopflastigkeit dient nur dazu, die Triebe zu zämen.

  36. Pandora 20. Februar 2009 um 13:19 #

    Lieber Nachtschwärmer. Das wissen wir doch alle längst und beziehen das in unsere Situationsbeurteilung im Alltag ein. Aber genau das Drumherumgetanze ist interessant. Wer mag schon harte Fakten – das Spiel mit der Wahrscheinlichket macht viel mehr Spass. Das sollten Sie mit ihrem selbstgewählten Pseudonym ja wissen, wenn denn dieses etwas mit ihrer Person zu tun haben soll.

  37. nighthawk 21. Februar 2009 um 08:17 #

    Liebe/r Pandora, der allzu tiefe Blick in die gleichnamige Büchse trübt manchmal die Sinnesschärfe ;-) Ich bin kein Nachschwärmer (brauche im hohen Alter dringend meinen Schönheitsschlaf) sondern ein Nachtfalke und schlage kurz und heftig zu. Da passen Fakten besser als Schwärmereien aus Morpheus’ Reich.
    Nun mal ernst: sie liegen selbstverständlich richtig. Beim Wort „Drumherumgetanze“ kommt mir spontan „balzen“ in den Sinn … honny soit qui mal y pense!

  38. odd-job man 21. Februar 2009 um 22:01 #

    Köstlich!
    Frau Pandora googelt „Emanzipation“.
    Herr Stücki verbindet Emanzipation mit stricken beziehungsweise nicht stricken und Bier trinken.
    So weit so gut.
    Frau Pandora bringt Drumherumtanzen ins Spiel.
    Man fragt sich, ob Frau Pandora balzt.
    Köstlich, köstlich!
    Friedemann Schulz von Thun hätte seine wahre Freude daran (nein, er ist nicht bei Facebook! Aber sicher kann man auch ihn googeln.).

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