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Frank, der Lenz ist da

26 Apr

Was für ein Prachtstag! Der gute alte Petrus, der – wie wir vom Wochenblatt wissen – ein Marktfahrer ist, sorgte mit seiner Wetterkonfiguration für Arlesheim am gestrigen Frühlingsmarkt nicht nur für gute Umsätze, sondern liess auch Frühlingsgefühle aufkommen.

Zum Beispiel bei der FDP und der CVP, deren Spitzen sich nach dem Markttag noch auf ein Bier trafen; ein Balzbier sozusagen. Eine gute Gelegenheit, um mal auszuloten, was man vom neuen starken Mann bei der CVP so erwarten darf.  Er – Frank David Braun – ist zwar „nur“ Vizepräsident, gilt aber als neuer Wortführer und Vordenker bei den Orangen mit dem hohen C. Als wortgewandter Anwalt aus strammen CSU-Landen prägt er das Werteprogramm mit der Familie im Zentrum.

Der neue Mittemann für Arlesheim zeigt sich angriffslustig und antwortet auf die Frage nach dem Stand der BüZa selbstbewusst mit „sowas muss erst mal wachsen“. Vom grossen Kuscheln in der Dorfpolitik scheint er wenig zu halten und sorgte gleich bei der ersten Begegnung für eine leichte Verstimmung bei der FDP-Präsidentin. Nichts Schlimmes, aber in der Diplomatie hätte die Republik FDP den Botschafter des Freistaates CVP für ein paar Erklärungen zu sich gerufen. Die Sache ist längst erledigt und man freut sich über etwas mehr Würze in der CVP.

Herrn Braun, der gerne auch in Bildern spricht und Wortspiele mag, sei ein kurzer Rückblick auf den gestrigen Marktauftritt seiner Partei gewidmet. Wir sahen ein Zelt, ein sehr grosses Zelt sogar, das  zwar den neuen Slogan der Partei trug, überdies aber weitgehend inhaltsleer wirkte. Dafür bot es reichlich Platz, um den einzigen Gast am VIP-Apéro zu beherbergen, immerhin ein Regierungsrat, der mit seiner Aura das Zelt aber auch nicht zu füllen vermochte.

Bemerkenswert war hingegen die Kunstinstallation mit den Wasserbällen, die sich im Dorfbrunnen sinnlos im Kreis drehten unter dem Druck des Wasserstrahls. Zwischenzeitlich spielte eine Jugendband vor dem Zelt den Hit Kumbaya my Lord eine coole Session. Immerhin, das Zelt bot Schutz vor der Frühlingssonne, ohne aber den benachbarten Stand der FDP in den Schatten zu stellen. Insgesamt ein Marktauftritt, der noch zu optimieren wäre. Aber auch hier gilt wahrscheinlich die neue CVP-Doktrin: „Sowas muss erst wachsen“.

Dompromiparade

26 Apr

Der Frühlingsmarkt bot DIE Gelegenheit, um sich nach dem langen Winter wieder mal im Dorf zu zeigen. Tout Arlesheim hat diese Chance genutzt. Dometown Arlesheim veröffentlicht hier exklusiv die nicht abschliessende und frei erfundene Liste der Dompromis, die von einer nicht genannt sein wollenden Person, nennen wir sie Tante Balbina, zusammengestellt wurde.

„Schon früh auf den Beinen war Marktchefin Barbara Jenzer, die zusammen mit dem Marktteam charmant für Ordnung und gute Laune sorgte.  Als eine der ersten Marktbesucherinnen wurde Gemeindeverwalterin Barbara Fischer begrüsst, die sich aber schon bald in Richtung Gemeindehaus verabschieden musste. Einen kurzen Auftritt wählte Frischluftpräsident Urs Leugger, der zu bedauern schien, dass seine Partei nicht am Markt präsent war. Kleiner Tipp: Nur Mut, andere Parteien stellen auch nicht mehr als ein leeres Zelt hin. Gleiches dürfte SP-Präsident Peter Vetter durch den Kopf gegangen sein, wobei er – gleich wie Leugger – das Problem hat, dass ein Grossteil seines Personals als Kompostberaterinnen im Einsatz war. Dann wurde Bo Katzmann gesehen, der die Rotary-Bar mit seinem Solarium-polierten Messias-Glanz erhellte und damit dem Drucker-Beau Thomas Bloch Konkurrenz machte, der für die Säulizunft in der Trotte servierte. Der Promi-Award geht aber an Regierungsrat Peter Zwick, der sich am CVP-VIP-Apéro glänzend mit FDP BL Vizepräsidentin Christine Pezzetta unterhielt, die extra aus Münchenstein angereist war, um an der Kaffeebar der Arlesheimer Liberalen zu helfen. Das ganz in schwarz gehaltene Bar-Deko wurde übrigens von FDP-Präsidentin Monica Messmer eigenhändig genäht, wobei sie sogleich versicherte, dass sie sich diese Fähigkeit nicht im Nähkurs der Gemeinde angeeignet hatte. Für einen Zwischenapplaus sorgte ihr Mann Manfred Messmer, der sein Klappvelo spazieren führte und Toni Fritschi, der gleiches mit seinem Hund tat. Landrätin Beatrice Herwig suchte kurz Schatten im CVP-Zelt und die Nähe von Parteikollege Zwick. Last but not least weibelte Elternplattformpräsident Thomas Keller herum, der mit dem PISA-Test den gescheitesten Arlesheimer suchte. Apropos: Ob der schönste Arlesheimer auch gescheit sein muss, wollte die geheime Jury der Mr. Arlesheim-Wahl nicht sagen. Dafür wurden sechs von zehn Kandidatennamen verraten. Dometown Arlesheim kennt die Namen und wird sie gegen ein kleines Entgelt nicht preisgeben und ev. auch die Namen der Jurorinnen für sich behalten.“