Es gibt ja viele Gründe, diesen Blog zu lesen. Manchmal staune ich aber schon ein wenig, was die Leute dazu bringt, hier vorbeizuschauen. Die heutige Blog-Statistik war wieder mal besonders schön. Die Liste zeigt die in Suchmaschinen eingegebenen Begriffe, mit denen Dometown Arlesheim gefunden wurde. Wie auch immer, diese Woche waren es soviele Besucher wie lange nicht mehr. Danke!
Hochspannungsleitungen: Doch noch Verhandlungen?
29 MaiGleich vier Vertreterinnen und Vertreter der SBB setzten sich gestern Abend auf den heissen Stuhl im Gemeindesaal des Domplatzschulhauses, um sich von rund 60 besorgten und geladenen Anwohnerinnen und Anwohnern der neuen SBB-Hochspannungsleitung im Bereich des Bahnhofs Arlesheim-Dornach löchern zu lassen. Und dies, nachdem die SBB zunächst lediglich mit einer Behördendelegation sprechen wollten.
Statt Arroganz und Ignoranz gab es also Information und Transparenz. Und statt einem grimmig-kalten SBB-Manager, auf den man den ganzen Groll hätte projizieren können, vertrat eine junge und sympathische Ingenieurin den umstrittenen Bau der neuen Übertragungsleitung. Sie tat genau das, was man in einer solchen Situationen tun muss: Sachlich, sehr kompetent und emotionslos informieren, Fakten liefern und zu Fehlern stehen („Ich entschuldige mich im Namen der SBB, dass bei der Information nicht alles optimal lief“). Das war sehr geschickt, jetzt einmal rein kommunikativ betrachet.
Inhaltlich blieben die Fronten hart: (weiterlesen…)
Tagi-Kinder im Drämmli, die Zweite
27 MaiDa schau her: Die Kinderkrippen-Geschichte hat es in die Pendlerzeitung geschafft, inkl. Stellungnahme von Andreas Büttiker, BLT- und Tarifverbund-Chef. Dieser hat das Problem offensichtlich erkannt und räumt ein, dass die bisherige Tarifregelung nicht „kinderkrippengerecht“ ist. Das ist doch schon mal etwas.
Anstatt nun aber einfach zu sagen: „Ja, hier haben wir ein Problem, und weil kein Mensch diese Regelung nachvollziehen kann, schaffen wir sie einfach ab“, serviert er gleich mehrere Lösungsvorschläge, welche die Absurdität der ganzen Geschichte nochmals steigern und ihr fast schon eine gewisse Komik verleihen. Konkret wird vorgeschlagen, dass die Kinderkrippen ihre Fahrten notieren und der Kanton ihnen die Fahrtkosten rückerstatten soll. Ob er das wirklich ernst gemeint hat? Stellen wir uns das doch mal plastisch vor: (weiterlesen…)
Tarifverbund TNW: Gegen Kinderkrippen im Drämmli
24 MaiDer Tarifverbund Nordwestschweiz (TNW) ist gut unterwegs. Besser denn je. Wie Anfang Woche bekannt wurde, transportierten die im TNW zusammengeschlossenen ÖV-Unternehmen im vergangenen Jahr erstmals über 200 Millionen Passagiere, die für ihre Fahrten insgesamt 224 Millionen Franken hinblätterten. Das Erfolgsrezept des TNW lautet: „Ein einfacher und günstiger Preis, zusammen mit einem attraktiven Angebot, führt zu mehr Kunden“. Das mag ja grundsätzlich stimmen. Aber eben nur grundsätzlich. In einem speziellen Kundensegment zeichnet sich der TNW nämlich durch eine völlig absurde Tarifpolitik aus, und zwar ausgerechnet bei den Kleinsten, sprich: Bei den Passagieren unter 6 Jahren. Diese bezahlen ganz unterschiedliche Preise, je nach dem, mit wem sie reisen. Das zeigen die folgenden krassen Beispiele: (weiterlesen…)
Wirtschaftskrise füllt Schwimmbad
24 Mai2.5 Meter, 60 Jahre, 31 Grad, oder 1:4 Tore; alles ganz schön eindrückliche Zahlen, die den heutigen Sonntag geprägt haben. In der Mikro-Cyberwelt des Lokalblogs steht aber ein anderer Wert im Vordergrund: Die Zahl der Besucherinnen und Besucher unseres lauschigen und kuscheligen Arleser Bedlis. Na, jemand eine Ahnung, wieviele das heute waren? Die Frau im Kassenhäuschen hatte am Ende des Tages über 2’200 Eintritte auf ihrem Zähler, also ungefähr gleich viele, wie an einem Top-Tag im Hochsommer.
Alles nur wegen dem Wetter? Weit gefehlt, alles viel komplizierter. Das Schwimmbi ist nämlich ein Konjunkturspiegel und profitiert direkt von der Wirtschaftskrise. Wie die Sonntagszeitung heute meldet, mussten viele Bonus-Opfer ihre Sommerferien von den Seychellen auf den TCS-Campingplatz in Hintermeltigen verlegen. Und genau so sahen sich offenbar viele dazu genötigt, ihren Auffahrts-Kurzurlaub nicht in einem Wellnesshotel im Tessin, sondern eben im Schwimmbad in Arlesheim zu verbringen.
Schon das allein ist übrigens ein Grund, ganz fest auf ein baldiges Ende der Krise zu hoffen. Möglichst vor Pfingsten…
Und es ist Sommer…
18 MaiÜber die Gründe, weshalb wir jeweils bereits zu Beginn der Badesaison im Schwimmbi sind, habe ich bereits vor einem Jahr geschrieben. Die Situation hat sich insofern zugespitzt, als der zweite Hardcore-Schwimmbi-Besucher in unserer Familie mittlerweile auch über die Sprachkompetenz verfügt, um seinen Forderungen verbal Ausdruck zu verleihen.
Deshalb auch in diesem Jahr ein Kurzbericht über den Start der Badesaison: 20° im Wasser reichten, um am Wochenende die ersten 400 Gäste ins Bad zu locken. Das sind ganz schön viele. Offensichtlich gibt es 2009 keine Vorsaison, sondern tauchen wir direkt in den Sommer. Ausser ein paar neuen Gesichtern bei den Bademeistern haben wir keine Neuerungen entdeckt. Es bleibt also auf hohem Niveau alles beim Alten. Auch Shorts sind übrigens nach wie vor erlaubt.
Das Chili Café geht mit identischer Führung, aber neuem Koch, in die zweite Saison. Beim Angebot hat sich nichts verändert: Goldwurst und Salat, dazu hochstehende Kaffeekultur, die neu auch in den praktischen to-go-Becher gefüllt wird. Reicht eigentlich. Wobei ich natürlich die Forderung nach einer Chinapfanne noch nicht aufgegeben habe.
Knapp gescheitert
17 MaiSagen wir es mal so: Insgesamt lässt sich mit den Abstimmungsresultaten wohl leben. Interessant war vor allem zu sehen, dass über 75% der Baselbieterinnen und Baselbieter bei einer Abstimmung dem Vorschlag von Regierung und Landrat folgen, auch wenn eine breite Front von Experten und alle Medien von BaZ über onlinereports bis Volksstimme geschlossen und dezidiert dagegen sind. Das ist gut für die Regierung und schlecht für alle, die überzeugt davon sind, dass sie es besser gewusst haben.
Ein Resultat gibt es noch nachzuliefern: Suter’s Fritz hat es dann leider doch nicht geschafft. Der unbefangene Mann aus dem Volk wollte Regierungsstatthalter in Interlaken-Oberhasli werden und konnte – trotz eines wirklich gelungenen optischen Auftritts – nur 23% der Stimmen auf sich ziehen. Ohne die Analysen der Politologen von Oberhasli vorwegzunehmen, mag es möglicherweise daran gelegen haben, dass sein Konkurrent seit Menschengedenken im Amt ist und von allen Parteien unterstützt wurde. Und dann hatte er natürlich auch noch Pech: Wer muss denn schon damit rechnen, dass er wegen ein paar Prostitutierten in seinen Liegenschaften und einer Hand voll Gerichtsverfahren gleich für negative Schlagzeilen sorgt? Immerhin: Dank seiner Nichtwahl bleibt uns die Hoffnung auf weitere Wahlkämpfe mit neuen, wegweisenden Plakaten. Wir bleiben dran.






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