Geschafft! Die Geschäftsprüfungskommission hat heute Abend in einer Marathonsitzung ihre Berichte und Empfehlungen durchgeackert, hinterfragt, gebüschelt, gebügelt und vor allem verabschiedet. Eine Kurzfassung des Berichts wird Ende Juni im Amtsbericht des Gemeinderats und im Wochenblatt erscheinen. Bis dahin ist alles noch geheim, also psssssst! Als kleine Ausnahme sei hier exklusiv das Ergebnis eines Prüfungsgeschäfts veröffentlicht, das nicht unter das Amtsgeheimnis fällt und auch nicht im Amtsbericht auftauchen wird.
Die fünf Mitglieder der GPK haben heute nämlich die nächtliche Ruhe im Gemeindehaus genutzt, um die funkelnagelneue Kaffeemaschine auf Herz und Nieren zu testen; eine ad-hoc Sonderprüfung sozusagen. Ergebnis einer ersten summarischen Examination: Das Teil hat’s im wahrsten Sinne des Worts in sich. Kaffee, Milch, Schoggi – sie kann alles und in jeder Kombination. Allein neun verschiedene Kaffeevarietäten sind auf dem farbigen Grossbildschirm ansteuerbar, wobei jeder Kaffee entweder mit fairen Bohnen oder mit Biobohnen oder mit fairen Biobohnen zubereitet werden kann. Hinzu kommen drei verschiedene Schokoladengetränke, macht insgesamt also fast für jeden Domplätzler sein eigenes Getränk.
Besonders gut hat der GPK die Mehrsprachigkeit der Maschine gefallen: Über die Sprachwahltaste kann das Produktesortiment in vier Sprachen angezeigt werden. Dieser Service bleibt allerdings von begrenztem Nutzen, weil ein Espresso schliesslich in jeder Sprache ein Espresso ist und überhaupt das ganze Sortiment unübersetzbar erscheint.
Bemerkenswert ist weiter, dass im Sprachmodul der neuen Kaffeeausgabestelle als vierte Sprache Englisch und nicht Rätoromanisch gewählt wurde. Da hätte man doch gerade von einer Amtsstelle etwas mehr Feingefühl und Respekt vor unseren Landessprachen erwartet. Trotz ungenügendem Minderheitenschutz bleibt festzustellen, dass das neue multilinguale Gerät erstaunlich guten Kaffee ausspuckt.
Schliesslich – und hier befinden wir uns bereits im Bereich der Empfehlungen – kam die GPK zum Schluss, dass die Feindosierung der verschiedenen Heissgetränke noch deutlich nachzubessern ist. Besonderen Handlungsbedarf sieht die GPK im Bereich Caffè Latte, wo der Milchzuschuss allzu bescheiden ausfällt.



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