Wie läuft´s denn eigentlich so im Zivilschutz?, möchte man fragen, nachdem die Arlesheimer ihren Zivilschutz per Anfang Jahr mit den Reinachern fusioniert haben und Gerüchte über Klimaunterschiede und weitere Rücktritte im ehemaligen Arlesheimer Kader die Runde machen. Vergangene Woche übte der neue Verbund die Evakuation der Reinacher Schulen und Kindergärten. Der Gemeinderat der Stadt vor der Stadt zieht im Wochenblatt Bilanz und spricht von „kleinen Schwachstellen“, „Im Grossen und Ganzen läuft aber alles plangemäss“.
Soso. Alles prima, aussser ein paar Sachen halt. Für diesen schonungslosen und detaillierten Stimmungsbericht sei dem Reinacher Gemeinderat herzlich gedankt. Bemerkenswert an diesem peinlichen Fazit ist aber, dass es im Wochenblatt vom 7. Mai erschien, während die Übung noch in vollem Gange war und erst mit weiteren Evakuationen am 8. Mai abgeschlossen wurde. Die Tatsache, dass am 5. Mai (morgens) Redaktionsschluss war und der Text deshalb offensichtlich sogar schon vor Übungsbeginn verfasst wurde, lässt auf hellseherische Fähigkeiten des Gemeinderates schliessen.
Der goldene Zivilschutzhelm wird aber für die folgende Formulierung im Bericht des Gemeinderats verliehen: „Was auf dem Papier durchdacht und lückenlos ist, erweist sich zwar auch im konkreten Einsatz als wichtiger Eckpfeiler, doch die menschliche Komponente bringt auch Unvorhersehbares zutage, was wiederum Verbesserungen für die Theorie bringt.“ Alles klar. Ausser ein paar Sachen halt.




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