Wir alle hinterlassen täglich unzählige Spuren: Unser Telefonanbieter weiss, mit wem wir wie lange telefonieren; unsere Bank oder unser Kreditkartenaussteller verfolgen, für was wir unser Geld ausgeben, und mit Supercard&Co verraten wir auch gleich noch, wie es in unserem Kühlschrank aussieht. Noch weiter gehen die vielen Facebook-Mitglieder, die der Welt Einblicke in die intimsten Details ihres Privatlebens gewähren. All diese Datenspuren scheinen kaum zu Bedenken Anlass zu geben. Umso mehr erstaunt es, dass nun ausgerechnet die Daten im neuen Reisepass derart zu reden geben, dass wir am kommenden Wochenende sogar darüber abstimmen müssen. Dabei werden die biometrischen Daten, d.h. ein Passbild und zwei Fingerabdrücke, einzig und allein auf einem Chip und in einer Datenbank gespeichert, um den neuen Schweizer Pass noch sicherer zu machen und den Missbrauch praktisch auszuschliessen.
Kein Grund zur Panik also. Die FDP Baselland empfiehlt deshalb ein Ja zum neuen Biometriepass. Wir bewahren uns damit die Reisefreiheit, weil biometrische Daten im Reisepass als Standard der Zukunft von den internationen Zivilluftfahrtbehörden vorgeschrieben werden.
(Wiedergabe meines Beitrags im Wochenblatt vom 13.5.2009)


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