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Denk mal!

14 Jun

Also ich bin ja kein Denkmalschutz-Experte. Aber wie man so hört, ist es noch recht schwierig, an einem unter Schutz stehenden Haus auch nur ein Scharnier an einer Kellertür anszutauschen, falls dieses nicht exakt dem ursprünglichen Zustand entspricht. Umso schwieriger dürfte es sein, an einem offiziell inventarisierten Kulturdenkmal des Kantons-Baselland einen Ziegelstein geradezurücken, wenn der schon immer schräg war. Könnte man meinen. Nun wurde aber vor einiger Zeit auf der Burg Reichenstein ein Catering-Lift installiert, der – sagen wir es mal so – nicht wesentlich zur Aufwertung des Gesamtbilds des Wahrzeichens von Arlesheim beizutragen vermag. Wie so etwas bewilligt wird, nur damit die Caterer ihr tiefgefrorenes Saisongemüse und den Topf mit der Sauce Cömberländ nicht mehr die Treppen hochtragen müssen, erscheint fraglich. Wahrscheinlich ist es so, dass der Bischoff von Basel bereits 1239 die Vorzüge dieses Catering-Lifts zu schätzen wusste und mit den hässlichen Alustangen deshalb lediglich der Originalzustand wiederhergestellt wurde. Doch, so muss das gewesen sein.

CateringBurg1.BMP

Kulturdenkmal mit diskretem Pommes-Frites-Lift.