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Arlesheimer Dörr-Offensive

11 Aug

Das gibt’s doch gar nicht. Da fährt man einmal etwas länger in die Ferien, und schon passieren in Arlesheim Dinge, die man sich nicht einmal in den kühnsten Träumen auszumalen getraut hätte: In der schönsten aller Birstaler Gemeinden nützte man die sommerliche Ruhe nämlich tatsächlich für eine fundamentale Umstrukturierung des kommunalen Aufgabenportfolios, mit der ein gewaltiger Ruck durch das Verwaltungsgefüge ging, der bis in die entlegensten Ferienorte zu vernehmen war.

Die Rede ist von der Aufhebung der gemeindeeigenen Dörranlage und der damit verbundenen Einstellung des staatlichen Wasserentzugs. Auch wenn der Weiterbetrieb der Anlage aus ökologischen Gründen schlicht nicht mehr zu verantworten war, ist dieser Entscheid doch ein Schlag ins Gesicht der zahllosen Selbstversorger und Besitzer von Hochstämmern in unserem stark rural geprägten Dorf. Der Grossteil der Landbevölkerung steht nun von der bangen Frage, wie sie die langen und harten Arlesheimer Winter ohne die getrockneten Vorräte aus den ertragreichen Sommermonaten überstehen soll.

Unser umsichtiger Gemeinderat war sich dieser Not der autark lebenden Arlesheimerinnen und Arlesheimer offensichtlich bewusst. Nur so ist zu erklären, dass er den Aufhebungs-Entscheid mit dem Angebot verbunden hat, ein staatlich subventioniertes Dörrgerät für den Heimgebrauch zu erwerben.

Im Klartext heisst das also, dass das Domplatz-Kollegium nun endlich den Gemeinschafts-Stromfresser stillgelegt hat, um stattdesen mit Steuergeldern jedem Privathaushalt zu ermöglichen, seinen eigenen kleinen Stromvergeuder anzuschaffen. Bravo!

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Hamsterkäufe nach Schliessungsentscheid: Dörrfrüchte in Arlesheim