Mit dem Sommerhöhepunkt nähert sich auch das beste aller Birstaler Schwimmbis seiner Belastungsgrenze. Gegen 3’000 Besucher sollen es am Sonntag gewesen sein. Und wie immer, wenn Menschen in Massen auftreten, hat es darunter auch ein paar wenige, die nicht so richtig wissen, was sich gehört. Nein, ich meine nicht diejenigen, welche die Vorzüge der Selbständigkeit genüsslich zur Schau stellen, indem sie ihr Büro dank Wifi ins Chili-Café verlegt haben. Auch nicht jene, die ständig Glacé klauen und dafür verantwortlich sind, dass die Glaceausgabestelle mittlerweile einer Hochsicherheitszone gleicht. Sondern ich meine all jene, die eben noch ihren Urlaub in irgendeinem all-incl.-Hotel Playa del Sol Bellavista verbracht haben und von dort nicht die Schweinegrippe, sondern – viel schlimmer – die Saumode der sog. Handtuchreservierung mitgebracht haben.
Konkret geht es um den Tatbestand der Reservierung der begehrten Plätze auf den drei Holzinseln im Kinderbereich. Die Täter gehen dabei immer nach dem gleichen Schema vor: Die erste Person betritt den Tatort früh am Morgen, belegt die gesamte Holzfläche mit drei grossen Badetüchern, um dann ALLEINE auf der Holzinsel auf ihren Komplizen zu warten, um dann schliesslich den Rest des Tages ZU ZWEIT auf besagter Insel zu verbringen. Derweil muss unsereins mit einem Platz am Boden vorlieb nehmen, wo wir doch im Laufe des Sommers längst einen gewohnheitsrechtlichen Anspruch auf einen Platz auf dem Holz erworben haben. Vielleicht wäre das Vorgehen gegen die Handtuch-Mafia ein Sommerjob für unsere Gemeindepolizei. In Italien ist das Handtuchreservieren auf jeden Fall längst verboten und wird mit bis zu 1000 Euro bestraft.


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