Panzer in der Begegnungszone

1 Sep

Aufregung in Arlesheim: Heute kurz vor Mittag ratterte es am Stollenrain gewaltig. Eine nicht mehr enden wollende Kolonne von Panzern der Schweizer Armee fuhr in Richtung Begegnungszone. Falsch eingestelltes GPS? Ein Defilé in Arlesheim? Oder einfach eine Fahrt ins Blaue? Egal. Auf jeden Fall füllte die Panzerschlange unsere engen Dorfstrassen, bis es dann im Lee zum totalen Chaos kam. Nichts ging mehr. Weder vor-, noch rückwärts. Verägerte Autofahrer berichten, dass sie eine Viertelstunde feststeckten. Soweit der erste Teil dieser Geschichte.

Richtig interessant wurde es dann allerdings erst am Nachmittag. Da kam nämlich der Schadeninspektor der Armee, der offensichtlich als Besenwagen mit dem Checkbuch hinterher fährt. Er sah sich seelenruhig die Schäden an der Strasse an, steckte zu jedem Schaden ein Signalhütchen, füllte einen Rapport aus und fuhr weiter. Bilanz der Arlesheimer Durchfahrt: Trottoir am Stollenrain beschädigt, Kopfsteinplaster in der Kurve beim Burri&Burri übel zugerichtet. Und, Herr Inspektor, was Sie übersehen haben: Die Mittelrinne der Begegnungszone ist jetzt gerillt. Das lokale Gewerbe wird’s freuen. Wirtschaftsförderung mit Panzerraupen sozusagen.  

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Panzer auf dem Weg in die Begegnungszone. (Bildquelle: Auf den Link im Bild drücken)

3 Antworten zu “Panzer in der Begegnungszone”

  1. Baresi 2. September 2009 um 08:23 #

    Fragt sich nur, warum das letzte Stück Stollenrain vor der Begegnungszone, jenes mit den Winterschäden, so kurz vor der Panzerdurchfahrt auf eigene Kosten repariert wurde. Wäre doch auch was für die Hütchen und das Checkbuch gewesen …

  2. Panzerknacker 2. September 2009 um 14:14 #

    Immerhin: Die Kinder hatten Ihren Spass, weil die wackeren Panzerfahrer Gutzi rausgeschmissen haben.
    Der Grund für diese Irrfahrt in grün wird allerdings wohl ewig unklar bleiben.

  3. Roland Zumbühl 2. September 2009 um 16:24 #

    … und wir im Schulzimmer hielten den Atem an bei diesem ungewöhnlichem Krach, weil wir der Bäume und Sträucher wegen nicht sehen konnten, was einen solch unbeschreiblichen Lärm verursachte.
    Der Schadeninspektor kann beruhigt sein, denn es enstanden bei diesem Gedröhne und den gewaltigen Schallwellen keine weiteren Schäden am erdbebengefährdeten Schulhaus Gerenmatt 2. Sonst bräuchte es bestensfall zwischendurch mal einen Maurer.

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