Also, Herr Schmidt, der in der Zwischenzeit bereits ein freundliches Gespräch mit dem Gemeindepräsident von Muttenz geführt hat und schon mit ersten Vorschlägen für Firmenstandorte versorgt wurde, überlegt sich das doch noch einmal. Möglicherweise hat er sich zu früh von Arlesheim abgewendet.
Grund für diesen Meinungsumschwung ist zum Einen, dass seine Frau in der Freizeit gerne näht und in Muttenz die entsprechenden Angebote fehlen. Zum Andern liest er im aktuellen Wochenblatt einen von mehreren Artikeln eines Herrn Braun, der wortreich über die Standortpolitik der Gemeinde schreibt, die von – Zitat – “kompetenten (Chef)-Händen” eines Herrn Kohler von der CVP geführt sei.
Also gut, denkt sich Herr Schmidt, Arlesheim und die Chefhände erhalten eine letzte Chance, werden wir doch mal konkret und vergleichen ein paar Zahlen. Da seine Firma ziemlich dick mit Kapital ausgestattet ist, interessiert ihn primär die Kapitalsteuer: Arlesheim wirbt mit einem Kapitalsteuersatz von 5%. FÜNF PROZENT.
Für Herrn Schmidt ist die Sache nun definitiv gelaufen. Besonders kompetente Chefhände hin oder her, fünf Prozent sind einfach zuviel, Muttenz erhält definitiv den Zuschlag. Denn dort beträgt die Kapitalsteuer 3,5 ‰. DREIKOMMAFÜNF PROMILL.
So, und jetzt mal ganz im Ernst: Dass die sogenannte Standortförderung unserer Gemeinde seit Jahren mit einem komplett falschen und um den Faktor Zehn zu hohen Steuersatz wirbt, ist schlicht und einfach ein Skandal. Natürlich kann mal ein Fehler passieren. Es wäre nun aber viel zu einfach, den schwarzen Peter dem Web-Team oder der Verwaltung zuzuschieben. Denn diesen gravierenden Fehler hat offenbar während Jahren niemand bemerkt. Und dies zeigt eindrücklich, welchen Stellenwert die Standortförderung in Arlesheim bisher hatte. Deshalb ist die Forderung der FDP, die Standortpolitik müsse Chefsache sein, aktueller den je.
PS: Der Kapitalsteuersatz beträgt in Arlesheim übrigens, gleich wie in Muttenz, 3,5 ‰.



16. Oktober 2009 um 15:57
Wieso machen Sie eigentlich nicht diesen Job als Arlesheim-Vermarkter? Wenn Sie mit der gleichen Intensität, wie sie für sich selber werben, für Arlesheim werben würden….
16. Oktober 2009 um 19:54
Wirklich cool wäre Herr Schmidt wenn er sich selber fürs Nähen interessieren würde…
17. Oktober 2009 um 10:59
…oder wenn der geschwätzige Herr Braun sich kraft seiner magistralen Ausstrahlung auf Optimierungen in der Fertigung von Arlesheimer Näherzeugnissen mit einem durchdachten 5-Jahresplan beschränken würde – DAS wäre doch DIE Jahrhundertaufgabe, die ich mir selbst nie zutrauen würde….
18. Oktober 2009 um 09:19
Digg gsi, Stücki, macht eifach CVP abe und die Linke ribe sich d Händ und mache gar nüd
18. Oktober 2009 um 09:56
Lieber Sonntag, mir ist eigentlich total egal, wer aus welchem Lager nichts macht, es ist immer gleich schlimm. Hier waren es aber nicht “die Linken”.
19. Oktober 2009 um 16:41
[...] von einem Claim) wollen, müssen, sollten in diesem Themenfeld die Platzhirsche sein. Darum stösst es ihnen sauer auf, dass erstens die CVP das Ressort auf Gemeindeebene verwaltet und zweitens welch niedere Priorität [...]