Der Santichlaus kam heuer schon ein paar Tage früher auf Besuch ins Domdorf, weil er im Tannenwald von Geschichten gehört hatte, die ihm gar nicht gefielen. In seinem güldenen Buch notierte er sich zum Beispiel, dass der Gemeinderat nicht immer ein glückliches Händchen bei der Umsetzung der Beschaffungsverordnung hatte.
Dass das Domplatzkollegium dabei sogar in Kauf nahm, dass das einheimische Gewerbe darunter leidet, missfiel ihm sogar sehr. So sehr, dass er beschloss, seinen weihnachtlichen Lichterglanz, mit dem er jeweils eine Gasse im Domdorf schmückte, in diesem Jahr nicht erstrahlen zu lassen.
Wow, und sowas passiert im harmonischsten aller harmonischen Dörfer ausgerechnet zu Beginn der harmonischen Jahreszeit? Ja, so ist das halt mit dem Santichlaus, der zur Weihnachtszeit schonungslos vorträgt, was er im Laufe des Jahres alles beobachtet hat.
Wem jetzt noch kein Lichtlein aufgegangen ist, der soll doch mal die Domgasse ganz genau besichtigen oder morgen die BaZ lesen (PDF: Baz_28_11_2009).


Düster, finster …
Wer will nun dem Gemeinderat heimleuchten … ?
Nachdem man sich schon damit abfinden musste, dass die Welt seit Obama friedvoller, bald mafiafrei und beinahe (abgesehen vom verjüngten Old-Shool Italo Berlusconi) korruptionsfrei geworden ist, kommt ausgerechnet in der emotional empfindlichsten Zeit zu Tage, dass sich doch noch nichts änderte. Dometown lesen wird nebst der NZZ und der BAZ online zur Pflichtlektüre, um im Kleinen zu erkennen, was so abgeht. Das wird ein interessanter Jahresabschluss. Danke, Balz, fürs recherchieren und aufzeigen.
Jean redet mit leichtem Groll im Mund, was ich gut verstehe, darüber, was schon mancher Vogel sang …
Herr Zumbühl
Statt euphemistische Worthülsen zu präsentieren, könnten Sie Stellung beziehen zum skandalösen Verhalten der massgebenden Partei hier im Domdorf. Sie sind doch fast täglich sozusagen auf Tuchfühlung mit einem namhaften Exponenten solch niederen Gebarens.
Also, Herr Zumbühl, Sie sind prädestiniert, über das Demokratieverständnis der hier Tonangebenden ein Urteil abzugeben. Nur zu … !
Großartig, Herr Zumbuehl!
Ist etwa das geplante neue Kommunikationskonzept ein Mittel, um u.a. solch zweifelhafte Entscheide von „Exponenten solch niederen Gebarens“ (Zitat glasnost) schönzureden?
@roland: Ich schliesse mich dem anonymen Gratulanten an. Vielen Dank!
Gemeinderat, oh Gemeinderat, der Du über Unrat Deiner Gemeinde beratest, dabei Dein Gewerbe verratest und obendrein noch einen Haufen Geld verbratest….
„Markus Jeanneret schmückt und beleuchtet
mit seiner Santa Claus GmbH jedes Jahr
Plätze und Gebäude – heuer unter anderem
die Christbäume auf dem Basler Marktplatz,
vor dem Bahnhof SBB und am Bahnhof Bern.“
man will müllabfuhr und weihnachtsmann ja nicht über einen kamm scheren, aber trotzdem: da profitiert der robin hood unter den kläusen offenbar ganz passabel von öffentlichen aufträgen ausserhalb seiner gemeinde, fordert aber für seine bessere hälfte protektionistischen schutz… seit wann endet der freie markt denn an der dorfgrenze, liebe fdpler?
Robin Hood! – so habe ich mich noch nicht gesehen – der Gedanke gefällt mir aber sehr. Betreffend öffentlichen Aufträgen: der Basler Marktplatz wir von der Organisation Basler Weihnacht organisiert und privat finanziert. In Bern ist es die SBB Liegenschaftsverwaltung – ebenfalls privat.
Also, bevor Sie Äpfel mit Birnen vergleichen wollen, sollten Sie sich besser informieren. Noch was, lassen Sie die FDP oder sonst wer aus dem Spiel – DANKE
Scriptor bloggt dämagogisch.
Wer missbraucht denn hier die freie Marktwirtschaft? Statt Ross und Reiter im hiesigen Skandal zu nennen, zielt er auf diejenigen, die sich gegen die masslose Eigenmächtigkeit der Domplatz- Schildbürger zur Wehr setzen. Immerhin entlarvt er damit seine politische Gesinnung.
In Arlesheim ist immer was los,
sei es was mit Müll oder Moos,
die Herren oder Damen des feines Stoff,
haben immer untereinander Zoff !
Doch was die Blogger hier nun tippen,
sollten Sie ins Wochenblatt kippen.
So bleibt wohl über länger Zeit und Dauer,
in Arlesheim der Flitz-Power !
Dem Claus und Co so teile ich mit,
soll bleiben noch lange super fit.
Und halten die Herren des Gemeinderates nicht mit,
so beginnt man halt den nächsten Schritt.
Der FDP oh je oh je,
wünsche ich 2 Meter Schnee.
Und zum Schluss seid stehts bereit,
auf eine gute Weihnachtszeit.
@scriptor: Von protektionistischem Schutz kann da ja keine Rede sein, das will niemand, und schon gar nicht die FDP, die aber nichts mit dem Chlaus zu tun hat. Es geht da um die Einhaltung von Spielregeln, die in der kantonalen Beschaffungsverordnung klar und unmissverständlich verankert sind. Wenn diese Regeln zulasten des einheimischen Gewerbes angewendet werden, dann ist das einfach nicht gut. Und dagegen darf man sich auch wehren.