Was war das eigentlich für ein Lärm gestern Morgen? Antwort: Unsere Gemeinde mit dem Energiestadt-Label liess in der Ermitage ein paar Bäume fällen, die dann mit dem HELIKOPTER ausgeflogen wurden. Das gab natürlich zu Reden im Dorf. Warum Bäume fällen? Und warum um Himmelswillen per Helikopter?
Tja, in der Ermitage ist halt vieles ein bisschen anders als in einem normalen Waldstück. Denn die Ermitage ist ja auch gar kein normales Waldstück, sondern ein unter Denkmalschutz stehender „sentimentaler Landschaftsgarten nach Englischem Vorbild“. Und in einem sentimentalen Landschaftsgarten nach Englischem Vorbild benimmt man sich als Forstarbeiter nicht wie ein Kettensägenmonster. Deshalb der Helikopter, der die Bäume sorgfältig in die Luft hob und damit verhinderte, dass der kostbare Waldboden oder die verschiedenen Wege und Geländer in Mitleidenschaft gezogen werden.
Damit wäre mal die Frage nach dem Helikopter beantwortet. Bleibt also zu klären, weshalb denn überhaupt gerodet wird. Dazu waren am Ort des Geschehens zumindest Teilantworten zu hören. Ein Teil der Bäume fiel wegen Sturmschaden und entsprechender Einsturzgefahr dem Helikopter zum Opfer. Ein anderer Teil musste gerodet werden um sogenannte Sichtachsen freizulegen. Und da beginnen nun die Diskussionen im Dorf. Das sei doch eine Verschandelung und schade für den alten Baumbestand und überhaupt… Aber eben: Die Ermitage ist nicht einfach ein Waldstück, sondern ein sentimantaler Landschaftsgarten, in dem Baumwuchs teilweise als Verwucherung gilt.
![IMG_3212[1]](http://stuecki.files.wordpress.com/2010/01/img_321211.jpg?w=490)

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