Schulwegsicherheit: Einladung zur virtuellen Begehung

Heute ist einer der seltenen Tage, an dem in keiner Zeitung etwas über den bald mit einer Schranke gesicherten Tramübergang zu lesen ist. Und weil es mindestens bis übermorgen dauert, bis wir wieder etwas davon lesen und die öffentliche Begehung erst am Samstag stattfinden wird, nutze ich die Gelegenheit, um dieses Berichterstattungs-Vakuum als Trittbrettfahrer in der subkutanen Politwerbung für den Hinweis auf einen weiteren Brennpunkt in der Schulwegsicherheit zu nutzen. Ohne Schuldzuweisungen und Hintergedanken, einfach im Sinne einer Schilderung von Fakten, die im übrigen schon vor einem Jahr auf diesem Blog ein Thema waren.

Es geht um die Fussgängerstreifen von und zu der Schappe, einem der grössten homogenen Quartiere im Domdorf. Der eine Streifen liegt am Ausgang des Kreiselkreisels, auf abfallendem Strassenverlauf und kaum sichtbar für Autofahrer. Der andere ist immerhin mit einer optischen Signalanlage gesichert, bei der aber die Grünphase auf 7 Sekunden eingestellt ist, was für Kinder und alte Leute schlicht nicht reicht, um sicher über eine Strasse zu gelangen, die im weiteren Verlauf zu einem Autobahnzubringer wird.

Beispiel gefällig? Dann nehmen Sie doch einfach an der öffentlichen Begehung teil, die auf Dometown Arlesheim selbstverständlich virtuell abgehalten wird und ganz gemütlich vom Sofa aus verfolgt und kommentiert werden kann. Im Bild ist ein Fünfjähriger zu sehen, der im Kindsgi gelernt hat, diese Übergänge alleine zu meistern. Es handelt sich dabei um den Schulweg der Kinder von über 100 Familien aus der Schappe.

14 Antworten zu „Schulwegsicherheit: Einladung zur virtuellen Begehung“

  1. Thomas Keller Sagt:

    Danke für diese Videos, Balz. Ich habe die “Akte” pendent hier auf meinem Tisch – ich bleibe da dran, die Verkehrssituation in und um die Schappe ist nach wie vor unbefriedigend (nicht nur diese gezeigten Verkehrsübergänge).

  2. U. Haller Sagt:

    Bleib am Ball, Balz. Ich habe heute Nachmittag versuchshalber selbst einmal eine Begehung der beiden um den Kreisel platzierten Fussgängerstreifen gemacht und, für alle unübersehbar, den Gehbehinderten gemimt. Trauriges Resultat: über die Hälfte aller Automobilisten (darunter halt auch etliche Frauen mit Kleinkindern), insgesamt rund 20 an der Zahl, sind einfach vorbeigebraust, ohne anzuhalten. Löbliche Ausnahme: Ein wohl ortsunkundiger Schwarzer in einem Mietauto hielt an, kurbelte die Scheibe runter und wünschte gute Besserung. Fazit: Für Kinder und Betagte ein tunlichst zu meidender Ort.

  3. Jule Sagt:

    Hurra, Stückelberger hat jetzt doch noch ein Verkehrsthema gefunden. Und Haller mimt den Invaliden (Goht’s eigetlig no?!?!?). Und ziemlich verwaschen und gespenstisch guckt Eigenmann inzwischen vom Litfass (hat Messmer-der-Gatte zu diesem grässlichen Bleichspüler geraten?). Letztes Mal habe ich den Herrn Eigenmann noch gewählt, doch da der seither nicht an Kontur gewonnen hat wird es diesmal Frau Lanzen sein. Frau Messmers blasierter Beitrag im W-Blatt gab mir noch den Rest. Also Leute, leider doch noch einmal Frischluft. Die Invalidenmimenpartei ist schlicht nicht wählbar.

  4. U. Haller Sagt:

    @ Jule
    Das haben wir damals als junge Studenten auf dem Place de l’Étoile, wie er früher hiess, gemacht, um die Automobilisten zu ärgern. Jetzt, in etwas vorgerücktem Alter, war es ein unkonventioneller Versuch unter ganz anderen Vorzeichen. Der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel – und das miese Resultat war ja zu erwarten. Und noch was: Mich nähme eigentlich auch noch wunder, ob Sie auch wieder mal etwas Aufstellendes zu berichten wissen. Wenn ich diesen Blog verfolge, geben mir Ihre Verlautbarungen – vermögen Sie menschliche Konturen alleine aufgrund von Konterfeis auf Litfasssäulen zu erfassen ? – und Inkonsistenz schwer zu denken…..

  5. Jule Sagt:

    In der Tat, lieber Herr Haller, zu Ihrer FDP fällt mir nichts Erhellendes ein. Herrn Eigenmann wähle ich nicht mehr, weil er seit der letzten Runde so farblos war wie sein Prachtsplakat. Mein Gott, wie hätte der Herr Kandidat doch Themen pushen können! Total verpennt, nichts gecheckt. Da reicht es in der Tat, wenn die Gegenpartei einfach schweigt und wartet. A propos Konterfeikommentar: darf ich Sie an Ihre altmännlich sexistischen Bemerkungen zum Lanzplakat im Herbst erinnern? Nun wünsche ich Ihnen morgen für einmal einen anregenden Tag, damit Sie nicht wieder bei irgendeinem Kreisel Ihre Zeit spätestpubertät totschlagen müssen. Semesterferien an der Seniorenuni?

  6. U. Haller Sagt:

    @ Jule
    Habe auch in der “Spätestpubertät” (schön!) wenig Zeit, um Zeit totzuschlagen, wie Sie das wohl annehmen. Seniorenuni? Das wäre keine Challenge. Nein, ganz normales Studium, mit Prüfungen und Prüfungsstress und und und. Und sonst noch etliches daneben, was hier nicht aufgelistet werden muss. Habe es weiss Gott nicht nötig, mich aufzuplustern. Aber Sie würden bestimmt noch staunen…..

  7. stuecki Sagt:

    Liebe(r) Jule, bitte verstehen Sie mich richtig: Es gibt auf diesem Blog wirklich nur in Ausnahmefällen eine Zensur. Hingegegen gibt es Spielregeln. Und die besagen zum Beispiel, dass es schön wäre, wenn die Kommentatoren irgendetwas Konstruktives zur Diskussion beitragen würden. Persönliche Bemerkungen an Kommentatoren, die nichts mit dem Thema zu tun haben, haben hier ebenfalls nichts zu suchen.
    Sie können auf mich verbal einhauen, das ist ok. Denn ich teile ja auch aus. Und wenn es mir zu bunt wird, dann kann ich immer noch auf “Löschen” drücken.
    In diesem Sinne: Ihre Kommentare sind sehr willkommen, aber bitte etwas mehr zur Sache und weniger auf den Mann/die Fau.

  8. M.M. Sagt:

    @Jule: Vor einiger Zeit hat mal ein deutscher Werber gesagt, Blogs seien nichts anderes als Klowände, wo Leute ihre Ergüsse hinkritzeln.

    In der Tat gibt es als Blogphänomen den Klowandkritzler. Bei mir taucht auch hin und wieder einer auf. Wenn es mir zu blöd wird, schmeisse ich die einfach raus.

    Doch die Steilvorlage möchte ich doch noch nutzen, um einfach mal festzuhalten, dass die Idee der Eigenmann-Kampange allein die meiner Frau war. Sie braucht dazu auch meine Hilfe nicht, schliesslich ist sie seit über zwanzig Jahren Mitbesitzerin unserer PR-Agentur und hat schon grössere Kampagnen verantwortet, als die für die Schulwahlen.

    Überdies kümmere ich mich nicht um die Dorfpolitik, weil sie mich nur am Rand interessiert. Sie ist die Domäne meiner Frau. Ich habe jedoch grossen Respekt vor ihrer Leistung als FDP-Präsidentin. Sie hat diese Partei, nach dem Scherbenhaufen, den ihre beiden Vorgänger hinterlassen haben, nachdem sie sich quasi über Nacht aus dem Staub machten, wieder auf Vordermann gebracht.

    Es ist ihr auch gelungen, neue kluge Köpfe für die Mitarbeit in öffentlichen Ämtern zu gewinnen; engagierte Leute, ohne die ein Gemeinwesen wie Arlesheim nicht funktionieren würde. Man schaue sich einfach mal die Vertreter der FDP in den verschiedensten Gremien an.

    Und damit wäre ich bei Markus Eigenmann. Es steht nun ausser Frage, dass er der beste Kandidat für dieses Amt ist. Darüber kann man nicht mal diskutieren. Ich verstehe jedoch, wenn man die Partei als entscheidenden Faktor bewertet. Nur sollte man bedenken, dass nicht diese, sondern eine konkrete Person im Schulrat sitzen wird.

    Wenn ich mir den Wahlprospekt der Kandidatin der Frischluft anschaue – die kommunizieren mit mir ja mit diesem Flyer – dann kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, die Frau bewerbe sich fürs falsche Amt.

    Wir suchen keine Kindergärtnerin, die es versteht, mit Kindern unterhaltsame Spielnachmittage zu verbringen, sondern eine Person, die Verantwortung in einem Aufsichtsgremium über die Schulen (Lehrer) übernimmt und unsere Interessen vertritt, aufgrund der einschlägigen Gesetzgebung. Einen Vertreter in einer vom Volk gewählten unabhängigen, politischen Behörde (wie ein Gemeinderat zum beispiel).

    Übrigens: Der Prospekt der Kandidatin ist klassische Werbung, und der Flyer des Kandidaten ist klassische PR.
    Werbung ist, wenn der Kandidat sagt: Ich bin die Beste und PR wenn die Leute sagen: Das ist der Beste.

  9. mighty mouse Sagt:

    Um Gottes Willen….

    Was für alte Wunden brechen denn hier auf? Sind alle noch hässig wegen der Frischluft, welche die alteingesessene FDP vor 100 Jahren zu verdrängen gewagt hat?
    Mir geht es wie Jule – mit einigem Ach und Krach Eigenmann gewählt (weil er kompetenter erschien), aber nach den Nicht-Entwicklungen und den Entgleisungen von Haller, Messmer (m) und jetzt zuletzt Messmer (w) im Wochenblatt wird das zu bunt – entweder gar nicht abstimmen oder dann doch lieber die Frischluftkandidatin.
    Oder aber: Schnell weg hier…..

  10. U. Haller Sagt:

    @ mighty mouse
    Sie nennen es “Entgleisungen”, werter Mighty Mouse. Andere haben soviel Zivilcourage, um öffentlich und namentlich den Finger auf einen wunden Punkt zu legen, so wie z.B. Messmer (m). Das braucht Mut, ist aber meines Erachtens – was ich hier schon verschiedentlich erwähnte – weitaus ehrlicher, als unter Pseudonym fiese Seitenhiebe auszuteilen. Das könnte ich zwar auch, aber mein Seelenfrieden wäre dabei wohl etwas gestört. Auch wenn ich weiterhin Schlötterlis einstecken muss, bleibe ich meinem Vorgehen treu. Sie werden also hin und wieder auch von mir hören.

  11. Jule Sagt:

    @mighty mouse
    “Schnell weg hier” von dieser Plattform. Recht haben Sie. Ich halt mich dran.

    Vater Messmers Beitrag, der sich darin gleich selbst ad absurdum führt, gab nun den ergriffensten Frischluftgegnern in meiner Umgebung den Rest. Tut mir leid, Herr Eigenmann. Sie hätten sich halt etwas absetzen und selber bewegen müssen.

  12. Anonym Sagt:

    Ausgerechnet Manfred Messmer, der auf den ersten Arleser Blogs alle und alles veunglimpft hat (z.B. Frau Meury), bezeichnet hier Andersdenkende und FDP-Kritische indirekt als Pinkler. Auch ich wähle Frau Lanz, die Arroganz und Selbstgefälligkeit der Freisinnigen ist nicht meine Sache.

  13. M.M. Sagt:

    “Pinkler” – können Sie nicht lesen? Klowandkritzler – das ist einiges origineller! Im Übrigen kratzt das nun wirklich niemanden, dass Sie statt Eigenmann die Kindergartenkandidatin wählen. Hauptsache Sie gehen überhaupt wählen.

  14. En Rynacher Sagt:

    Na Ihr habt ja wieder mal Probleme! Als nicht Arlesher, der sich aber immerhin für Arlesheim interessiert und täglich durchfährt, möchte ich sagen, dass es doch total egal ist, wen oder was Jule, Messmer oder Stückelberger wählen. Die einen sind FDP, die anderen hier auf dem Blog machen den Eindruck, sie seien verkappte Frischluft-Tarnkappen-Blogger. Was zählt, ist aber der breite Rest der Wahlbevölkerung. Und die schauen sie beide KAndidaten an und sagen: Die eine ist wohl sympatischer im Auftritt, der andere dafür aber eindeutig kompetenter. Himmel, warum könnt ihr nicht beide wählen? Andere Gemeinden würden sich die Finger lecken. Im Zweifel würde ich aber dem Eigenmann die Stimme geben, weil, wie Messmer sagt: Es geht hier nicht um Kindergarten.


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