Kurzübersicht:
Arlesheim meldet sich freiwillig als Standortgemeinde für ein kantonales Durchgangszentrum für max. 120 Asylbewerber. In diesem Zentrum halten sich die Bewohner während ein paar Wochen auf, bevor sie auf die Gemeinden verteilt werden. Bund und Kanton finanzieren den Bau und betreiben das Zentrum. Arlesheim hat damit nichts zu tun und wird zudem noch von der Verpflichtung entlastet, selber Asylbewerber zu betreuen.
Das Domdorf, in dem aufgrund einer Vereinbarung mit Reinach schon seit Jahren keine Asylbewerber mehr wohnen, will also weiterhin eine asylfreie Zone bleiben.
Das neue Zentrum soll bis 2013 auf dem Gebiet des neuen Werkhofes im Tal zu stehen kommen. Andere Standorte wurden nicht geprüft. Das Gewerbegebiet im Tal ist ein Wirtschaftsstandort von kantonaler Bedeutung mit 1‘500 Arbeitsplätzen. In der direkten Nachbarschaft des neuen Asylzentrums befinden sich die Wohnquartiere Schappe und Im Tal mit insgesamt rund 1’000 Bewohnerinnen und Bewohnern.
Die Gemeindeversammlung von Arlesheim muss das Projekt noch genehmigen. Behördenvertreter feierten das Asylzentrum schon vor der Anwohnerinformation als Triple-Win-Lösung. Aus dem Kreis der Anwohnerinnen und Anwohner ist bis jetzt kein fundamentaler Widerstand erkennbar. Hingegen wächst der Unmut über die Art und Weise, wie die Gemeindebehörden mit dem Tal umgehen.
Mehr dazu:
Und das sagen uns schreiben andere dazu: z.B. BaZ (3.3.2010, 4.3.2010, 5.3.2010), SR DRS Regionaljournal (2.3.2010), DRS 1 Regional Diagonal (6.3.2010), Arlesheimlich, Arlesheim Reloaded,
LeserInnen meinen: