Archiv | März, 2010

Der Kanton als Wahlhelfer

26 Mrz

In einer Dorfpartei ist es wie in allen anderen Vereinen auch: Es gibt interessante und weniger interessante Jobs. Zu den weniger spannenden, aber notwendigen Ämtli gehört z.B. das „Einpacken der Wahlunterlagen“, also der Wahlprospekte mit den Kandidaten, die in alle Haushaltungen geschickt werden. Wobei: Meistens ist so eine Verpackungsaktion noch ziemlich kurzweilig. Da treffen sich Exponenten aller Parteien im Gemeindehaus und stürzen sich zunächst einmal auf die druckfrischen Prospekte der Konkurrenz. Danach sitzt man – schön nach  Parteien getrennt -  an Tischen und verpackt die Unterlagen in die von der Gemeindeverwaltung bereitgestellten Couverts.

Die Aktion dauert je nach Wahl rund zwei Stunden, die man am besten so verbringt: (weiterlesen…)

„Das wäre unser Wunsch“

21 Mrz

Na wunderbar! In der Debatte um das geplante Asylzentrum wurde deutlich, dass die Domplatz-Exekutive ihr Gemeindegebiet in zwei Zonen einteilt: Tal und Nicht-Tal. Und weil man sich ja nicht immer um alles kümmern kann, konzentriert man sich auf das Nicht-Tal, während das Tal selbst weiterhin kommunalpolitisches Niemandsland bleibt. Das kommt nicht überall gut an, soll aber offenbar weiterhin so bleiben. Jüngstes Beispiel: Die geplante Natelantenne beim Curlingzentrum, gegen die sich natürlich auch die Gemeinde zur Wehr setzt. Da die Einsprachen aber kaum Aussicht auf Erfolg haben, geht der Gemeinderat in die Offensive und verhandelt mit dem Mobilfunkbetreiber über Ersatzstandorte.

Und nun die Sonntagsfrage: Wo gibt es denn in den Augen des offiziellen Arlesheims Ersatzstandorte für eine 30-Meter-Natelantenne? Bingo! Im Tal. “Das wäre unser Wunsch„, lässt sich Gemeinderat Wyss im aktuellen Wochenblatt zitieren, wobei auch er sich nicht darum zu kümmern scheint, dass mit „uns“ immer nur ein Teil unseres Dorfes gemeint ist.

Update 26.3.2010:
„Unser Wunsch“ wurde nicht erhört. Der Gemeinderat entscheidet gegen die Empfehlung der Arbeitsgruppe Mobilfunk und damit auch gegen den eigenen Gemeinderatskollegen: 
„Am Schwimmbadweg 4, am gleichen Standort wie bisher, wird eine neue Mobilfunkkommunikationsanlage der Firmen Orange Communications AG und Sunrise Communications AG erstellt. Die bestehende Anlage wird ersetzt. Dies beschloss der Gemeinderat an seiner letzten Sitzung und entschied sich damit gegen die Empfehlung einer Arbeitsgruppe für Mobilfunkanlagen.“

Wahre Helden

13 Mrz

Dometown Arlesheim legt nun eine einwöchige Pause ein. Auch das muss manchmal sein.

Vorher gibt es aber noch zu vermelden, dass der Gemeinderat zeitgleich mit der Oscar-Verleihung einige Arlesheimerinnen und Arlesheimer für besondere Verdienste geehrt hat. Neben hoffnungsvollen Sporttalenten wurden auch Kulturschaffende ausgezeichnet. Und dabei wurde dann wieder einmal bewusst, was eigentlich Dorfkultur zu bedeuten scheint: Die Auszeichnung des Gemeinderates „im kulturellen Bereich“ geht nämlich an zwei Damen für besondere „Einzelverdienste in der Kaninchenrassenzucht“. Ebenfalls geehrt wird der Kaninchenzüchterverein für die höchste Punktzahl an einer kantonalen Zibbenschau. Und dann gab es übrigens noch einen Kulturpreis in der Kategorie „Wild Card“, den sich der Verein Bühnete und das Fasnachts-Komitee teilen.

Ja, so ist das halt in einem Dorf. Da setzt sich der Verein Bühnete seit Jahren für hochstehende Kleinkultur in unserem Dorf ein, und am Ende findet man sich wieder zwischen Guggenmusik, Zibbenschau und Rammlerfreunden.

PS1:  Es geht das Gerücht, dass im kommenden Jahr dem oberen Kader des Nähkurses in der neuen Kategorie „der goldene Steuerfranken“ eine Ehrung für ihr Lebenswerk zukommen soll.

PS2: Die Kommentare werden während der kurzen Pause in eine „Moderationsschlaufe“ geleitet, d.h. sie erscheinen nicht direkt, sondern müssen freigeschaltet werden. Man weiss ja nie…

Jetzt abstimmen: E-Voting zum Asylzentrum

10 Mrz

And the winner is…

8 Mrz

…DER SCHULRAT. Ja, der Schulrat hat an diesem Wochenende nicht nur einfach ein Mitglied dazugewonnen (weiterlesen…)

Majorz statt Proporz für die Gemeinderatswahlen in Arlesheim

4 Mrz

(Medienmitteilung vom 4.3.2010)

Ein überparteiliches Komitee mit Vertretern von FDP, CVP und SVP beantragt der Gemeindeversammlung den Wechsel zum Persönlichkeitswahlverfahren (Majorz) für den Gemeinderat. (weiterlesen…)

Asylzentrum in Arlesheim: Darum geht’s

4 Mrz

Kurzübersicht:

Arlesheim meldet sich freiwillig als Standortgemeinde für ein kantonales Durchgangszentrum für max. 120 Asylbewerber. In diesem Zentrum halten sich die Bewohner während ein paar Wochen auf, bevor sie auf die Gemeinden verteilt werden. Bund und Kanton finanzieren den Bau und betreiben das Zentrum. Arlesheim hat damit nichts zu tun und wird zudem noch von der Verpflichtung entlastet, selber Asylbewerber zu betreuen.

Das Domdorf, in dem aufgrund einer Vereinbarung mit Reinach schon seit Jahren keine Asylbewerber mehr wohnen, will also weiterhin eine asylfreie Zone bleiben.

Das neue Zentrum soll bis 2013 auf dem Gebiet des neuen Werkhofes im Tal zu stehen kommen. Andere Standorte wurden nicht geprüft. Das Gewerbegebiet im Tal ist ein Wirtschaftsstandort von kantonaler Bedeutung mit 1‘500 Arbeitsplätzen. In der direkten Nachbarschaft des neuen Asylzentrums befinden sich die Wohnquartiere Schappe und Im Tal mit insgesamt rund 1’000 Bewohnerinnen und Bewohnern.

Die Gemeindeversammlung von Arlesheim muss das Projekt noch genehmigen. Behördenvertreter feierten das Asylzentrum schon vor der Anwohnerinformation als Triple-Win-Lösung. Aus dem Kreis der Anwohnerinnen und Anwohner ist bis jetzt kein fundamentaler Widerstand erkennbar. Hingegen wächst der Unmut über die Art und Weise, wie die Gemeindebehörden mit dem Tal umgehen.

Mehr dazu:

Und das sagen uns schreiben andere dazu: z.B. BaZ (3.3.2010, 4.3.2010, 5.3.2010), SR DRS Regionaljournal (2.3.2010), DRS 1 Regional Diagonal (6.3.2010), Arlesheimlich, Arlesheim Reloaded,

Anwohnerversammlung zum Asylzentrum: Die Show geht weiter

4 Mrz

Die Geschichte zur Anwohnerinformation über das Asylzentrum ist schnell erzählt: (weiterlesen…)