Mit Sicherheit gefährlich

15 Apr

Auf den Arlesheimer Schulwegen gibt es 105 Gefahrenstellen, sagt der Schlussbericht zur Schulwegsicherheit, den es zur Zeit auf der Gemeindeverwaltung zu bestaunen gibt (nein, online gibt’s das Teil nicht; dafür wird man mit kompetenten Erläuterungen belohnt, wenn man tatsächlich am Domplatz aufkreuzt). 105 potentielle Unfallherde also. Und jeden einzelnen hat die Arbeitsgruppe erfasst, besichtigt und begutachtet. Das zeigt doch schon mal, dass die Gemeinde ihre Verantwortung im Bereich der Schulwegsicherung ernst nimmt.

Diese Zahl zeigt aber auch, dass es neben dem mittlerweile bestens gesicherten und bfu-geprüften Übergang an der Baslerstrasse noch 104 weitere Ort in Arlesheim gibt, die von Schulkindern und ihren Eltern als gefährlich eingestuft werden, auch wenn sie dabei nicht auf prominente Unterstützung zählen dürfen.

Und so präsentiert sich die Hitparade der gefährlichsten Schulweg-Fallen:

1. Birseckstrasse/Mattweg
2. Talstrasse/Birseckstrasse
3. Stollenrain/Birseckstrasse
4. Birseckstrasse/Baselstrasse
5. Birseckstrasse generell

Klarer Fall also: Die Birseckstrasse ist der Hotspot, und zwar vom Tal resp. der Schappe bis zum Schulhaus Gerenmatte. Dumm nur, dass die Birseckstrasse eine Kantonstrasse ist und der Gemeinde damit ziemlich die Hände gebunden sind. Trotzdem werden dem Kanton nun Massnahmen vorgeschlagen, um die Birseckstrasse zu entschärfen.

Und nun noch ein Wort zu den Relationen, von denen wir hier sprechen: In den letzten zehn Jahren ereignete sich durchschnittlich ein polizeilich gemeldeter Unfall pro Jahr mit Kinderbeteiligung (davon total sechs mit Kindern als Fussgänger). Das ist jetzt gar nicht zynisch gemeint, und natürlich ist jeder Unfall einer zu viel. Trotzdem weist ein Unfall pro Jahr bei 105 Gefahrenherden auf eine insgesamt wohl nicht so schlechte Sicherheitslage auf den Schulwegen unserer Gemeinde hin.

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Eine Antwort to “Mit Sicherheit gefährlich”

  1. Thomas Keller 15. April 2011 at 06:51 #

    Jeder Unfall ist einer zu viel – und seit der Neuinstallation der Ampel bei der Haltestelle Stollenrain ist die Situation noch gefährlicher als vorher.
    Das mit der Kantonsstrasse lasse ich im Übrigen nicht gelten – es gibt bestimmt Kommunikationswege zwischen Gemeinde und Kanton; wenn man in der Gemeinde feststellt, dass eine Verkehrssituation unzumutbar gefährlich ist, muss das eben an den Kanton eskaliert werden.

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