Besser, als erwartet…

14 Jun

Am Ende des Arlesheimer Rechnungsjahres 2011 bleibt ein kleiner Gewinn von 75’081 Franken und 70 Rappen.

Budgetiert war ein Verlust von 1.6 Millionen.

Der eigentliche Etragsüberschuss beträgt sogar 2.1 Millionen. Und wenn die ärgerliche Rückstellung für die Sanierung der Baselbieter Pensionskasse nicht wäre, blieben sogar gegen 3 Millionen in der Gemeindekasse.

Die Gemeindeversammlung von kommender Woche wird denn auch keinen Grund haben, die Rechnung nicht mit Applaus für den abtretenden Finanzchef Ruedi Brandenberger zu verabschieden (er sagte übrigens kürzlich, dass ihm nach acht Jahren als Arlesheimer Kassenwart das Wohlgefühl bei der jährlichen Präsentation der Rechnung schon etwas fehlen wird).

Wenn da nicht die Gewinnverwendung wäre.

Die 2.1 Millionen Etragsüberschuss sollen für “unser Saal” (1 Mio) und den Ausbau der BLT-Linie (624’000) im Sinne von Vorfinanzierungen verwendet werden. Beides dürfte unbestritten sein.

Als dritter Posten der Ertragsverwendung möchte der Gemeinderat aber 400’000 für den Projektstart eines Sekundarschulhauses der gemeinsamen Sekundarschule in Münchenstein einsetzen.

Das ist doch einigermassen erstaunlich. Vor allem, weil mit keinem Wort erläutert wird, warum und wieso Arlesheim in ein Schulhaus in Münchenstein investiert.

Zugegeben: Wir haben eine gemeinsame Sekundarschule mit Münchenstein, und das dortige Lärchenschulhaus ist mehr als marod. Und ja: es handelt sich nur um eine Vorfinanzierung, die dann irgendwann wieder mal zurückfliessen wird. Insofern ist ja alles halb so schlimm.

Aber: Es geht hier um Grundsätzliches.

Die Sekundarschulbauten sind Sache des Kantons. Und der soll sich gefälligst um diese Sache kümmern. Es kann nicht sein, dass Arlesheim – mit einer durchaus gut gemeinten Geste – für die Versäumnisse des Kantons einspringt. Arlesheim und Münchenstein müssen bei der Bildungsdirektion Druck machen, damit diese ihre Verantwortung wahrnimmt und den unhaltbaren Zustand an der Lärchenstrasse beseitigt.

Und übrigens: Arlesheim hat vor zwei Jahren 9 Millionen aus dem eigenen Sack in die Sanierung des Schulhauses Gerenmatte II gesteckt (das theoretisch ein Primar-, faktisch aber ein Sekundarschulhaus ist).

Damit dürfte die Gemeinde ihren Beitrag an den Sekundarschulstandort geleistet haben.

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