Und weiter geht es in der Hallenbad-Debatte mit der Feststellung, dass man als Gemeinde kein eigenes Bad braucht, um sinnlos Geld ins Wasser zu werfen.
Nachdem wir nun wissen, dass Baden in der Halle offenbar ein Menschenrecht ist, verstehen wir auch die Budgetposten 210.302 und 210.318 des Arlesheimer Voranschlages für 2012. Unter diesen Postitionen wird nämlich eine Badeaufsicht im Hallenbad Dornach für 20’000 und ein Bustransport ins Hallenbad Dornach für 25’000 aufgeführt.
Und darum geht es: Arlesheim leistet sich doch tatsächlich den Luxus, die Primarschüler ab der dritten Klasse im Winter regelmässig mit dem Car nach Dornach fahren zu lassen. Es handelt sich dabei um eine Strecke von exakt 2.3 Kilometern.
Eine solche Schwimmlektion dauert netto (also abzüglich Fahrt- und Umkleidezeit) rund 30 Minuten. Dass in dieser Zeit eine Lehrperson kaum einer ganzen Klasse ernsthaft Schwimmunterricht erteilen kann, leuchtet ein. Und so wird denn auch übereinstimmend berichtet, dass diese Lektionen in der Regel aus etwas Planschen, Spass und Spiel und vielleicht noch zwei Längen Schwimmen bestehen - und das für 45’000 Franken pro Jahr, wobei die Hallenmiete resp. die Eintritte noch nicht eingerechnet sind resp. nicht publiziert werden.
Gewiss, Arlesheim kann sich das leisten. Gemessen an der Sinnlosigkeit dieser Ausgaben gibt aber auch dieser verhältnismässig kleine Betrag ernsthaft zu denken.
Interessant und geradezu absurd ist übrigens, dass viele Schulkassen im Winter wesentlich häufiger zum Schwimmunterricht fahren als im Sommer, wo das gemeindeeigene Schwimmbad direkt vor der Schulhaustüre liegt.
Ceterum censeo: Baden findet im Sommer statt.




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