Hallen-baden extrem

2 Jan

Und weiter geht es in der Hallenbad-Debatte mit der Feststellung, dass man als Gemeinde kein eigenes Bad braucht, um sinnlos Geld ins Wasser zu werfen.

Nachdem wir nun wissen, dass Baden in der Halle offenbar ein Menschenrecht ist, verstehen wir auch die Budgetposten 210.302 und 210.318 des Arlesheimer Voranschlages für 2012. Unter diesen Postitionen wird nämlich eine Badeaufsicht im Hallenbad Dornach für 20’000 und ein Bustransport ins Hallenbad Dornach für 25’000 aufgeführt.

Und darum geht es: Arlesheim leistet sich doch tatsächlich den Luxus, die Primarschüler ab der dritten Klasse im Winter regelmässig mit dem Car nach Dornach fahren zu lassen. Es handelt sich dabei um eine Strecke von exakt 2.3 Kilometern.

Eine solche Schwimmlektion dauert netto (also abzüglich Fahrt- und Umkleidezeit) rund 30 Minuten. Dass in dieser Zeit eine Lehrperson kaum einer ganzen Klasse ernsthaft Schwimmunterricht erteilen kann, leuchtet ein. Und so wird denn auch übereinstimmend berichtet, dass diese Lektionen in der Regel aus etwas Planschen, Spass und Spiel und vielleicht noch zwei Längen Schwimmen bestehen - und das für 45’000 Franken pro Jahr, wobei die Hallenmiete resp. die Eintritte noch nicht eingerechnet sind resp. nicht publiziert werden.

Gewiss, Arlesheim kann sich das leisten. Gemessen an der Sinnlosigkeit dieser Ausgaben gibt aber auch dieser verhältnismässig kleine Betrag ernsthaft zu denken.

Interessant und geradezu absurd ist übrigens, dass viele Schulkassen im Winter wesentlich häufiger zum Schwimmunterricht fahren als im Sommer, wo das gemeindeeigene Schwimmbad direkt vor der Schulhaustüre liegt.

Ceterum censeo: Baden findet im Sommer statt.

Kaum zu glauben: Dieser Car wartet auf Arleser Primarschüler, die zum 2.3 Km entfernten Hallenbad in Dornach chauffiert werden

Die Brücke hält

31 Dez

Und schon wieder: Mindestens einnmal im Jahr kracht ein Lieferwagen in die Brücke über der Schlossgasse, so wie heute Nachmittag.

Wirklich erstaunlich ist allerdings nur, dass die Brücke bisher jede Lieferwagen-Attacke überlebt hat und nach wie vor intakt ist.

 

 

Wer braucht eigentlich ein Hallenbad?

30 Dez

Wahrscheinlich war das einer der besten Gemeindeversammlungsbeschlüsse der letzten 30 Jahre; damals, im Jahre 1984, als der Arlesheimer Souverän entschied, das marode Hallenbad von der Sporthallen-Gesellschaft nicht zu übernehmen.

Denn ein Hallenbad mag zwar schön und recht sein für den auch im Winter schwimmenden Teil der Bevölkerung. Für die Gemeinde ist es aber die Schuldenfalle No.1. Ein solches Bad ist teuer im Bau und im Unterhalt und lässt sich nur defizitär betreiben. Der Schreck jedes Finanzchefs also.

Trotzdem will man Landauf- Landab neue Hallenbäder bauen. In Gelterkinden zum Beispiel. Für 17 Millionen. Und der Kanton soll bis zu 40% beisteuern. Eine Forderung, die man je nach Standpunkt irgendwo zwischen mutig bis surreal einordnen muss.

Oder in Reinach, wo der Verein Pro Hallenbad seit Jahren für ein Hallenbad kämpft, u.a. mit folgendem Argument:  „Die Kinder haben ein Recht auf Schwimmunterricht“.

Ach ja? Ein Recht auf Schwimmunterricht und daraus abgeleitet ein Recht auf ein Hallenbad?

Der Schwimmunterricht in geschlossenen Räumen steht bestimmt nicht zuoberst in unserem Grundrechtskatalog. Und überhaupt: Warum muss man eigentlich auch im Winter schwimmen? Ich meine, wir fordern ja auch keine Ski-Halle für das Sommertraining.

Schwimmen findet nun mal im Sommer statt, in unseren wunderschönen (und ebenfalls defizitären) Gartenbädern, von Mai bis September. Und im Winter macht man halt was anderes.

So einfach ist das doch.

Weihnachtsquiz

29 Dez

Quizfrage: Welches Arlesheimer Unternehmen hat sich durch eine geschickte Produktplatzierung ganz unauffällig ins Krippenspiel der reformierten Kirche geschlichen?

Sensibel begegnen

2 Dez

Die Arlesheimer Begegnungszone hat ein Problemchen: Die Begegnungen zwischen Autos, Kinderwagen, Kickboards, Motorrädern, Rolatoren usw. verlaufen noch nicht so lustvoll, wie sich das die Planer vorgestellt haben.

Vor allem die Fussgänger wissen noch nicht, dass sie Weiterlesen 

Gold!

24 Nov

Mit den Adventsdekorationen ist es etwas wie mit den Wahlplakaten: Einer ist immer der erste, und der fällt auf. In Arlesheim sind das in dieser Vorweihnachtssaison die Goldkugeln vor dem Adler, die schon seit zwei Wochen glänzen und ab 24.11. dann auch beleuchtet sein werden.

Wobei: Wer weiss, vielleicht ist das auch gar kein Weihnachtsschmuck, sondern nur ein diskreter Hinweis darauf, dass Weiterlesen 

Den Ernstfall nachspielen

8 Nov

Gesehen in den Polizeimeldungen, als Programmhinweis für kommenden Donnerstag, 10.11.2011:

„Spektakuläre Einsatzübung in Aesch zur Hauptverkehrszeit“

„Das Übungsszenario sieht einen Verkehrunfall mit einem Tram der Baselland Transport AG (BLT) vor“

„Von Gesetzes wegen sind Transportunternehmen verpflichtet, regelmässig solche Einsatzübungen durchzuführen, um für den hoffentlich nie eintreffenden Ernstfall gerüstet zu sein.“

Hatten wir doch alles schon Weiterlesen 

Good News: Dorfladen reloaded

20 Sep

Das ging aber flott!  Der Ende August Hals über Kopf geschlossene Volg am Dorfplatz wird wiederbelebt. Der Bio-Spezialist „Keller“ aus Dornach springt in die Lücke und eröffnet am 17. Oktober eine Arlesheimer Filiale.

Damit bleibt die Ladenstruktur im Arlesheimer Open-Air-Einkaufszentrum erhalten, und das ist gut so. Denn die Nachfrage nach Bio-, Demeter- und Reformprodukten ist in Arlese durchaus vorhanden.Deshalb: Gratulation an Familie Grolimund-Keller zu diesem unternehmerischen Entscheid!